Schlafstörungen (Insomnie) – Wenn die Nacht nicht mehr zur Erholung wird

Schlaf ist eine der wichtigsten Grundlagen für unsere körperliche und seelische Gesundheit. Bleibt er über längere Zeit gestört, wirkt sich das oft deutlich auf Alltag, Stimmung, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden aus. Viele Menschen mit Schlafproblemen erleben einen Kreislauf aus Grübeln, Anspannung und wach liegenden Nächten, aus dem sie allein schwer herausfinden.

In unserer Praxis bieten wir Unterstützung sowohl im Rahmen einer Psychotherapie als auch – wenn keine psychische Diagnose vorliegt – in Form eines Schlafcoachings.

  • Was sind Schlafstörungen (Insomnie)?

    Von einer Insomnie sprechen wir, wenn über längere Zeit mindestens eines der folgenden Probleme besteht:

    • Schwierigkeiten beim Einschlafen
    • häufiges oder langes nächtliches Aufwachen
    • zu frühes Erwachen am Morgen ohne Wiedereinschlafen
    • das Gefühl, trotz langer Bettzeiten nicht erholt zu sein

    Typisch ist, dass sich Schlafprobleme nicht nur „auf die Nacht beschränken“, sondern auch tagsüber spürbare Folgen haben:

    • Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten
    • erhöhte Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen oder Niedergeschlagenheit
    • körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder innere Unruhe
    • wachsendes „Kopfkino“ rund um das Thema Schlaf („Ich funktioniere nicht mehr“, „Das hört nie wieder auf“)

    Schlafstörungen können in Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen stehen (z.B. Ängste, Depression, Traumafolgen, Stress- oder Anpassungsstörungen), aber auch ohne eine solche Diagnose auftreten.

  • Psychotherapie bei Insomnie

    Wenn Schlafprobleme mit weiteren psychischen Beschwerden einhergehen – etwa starker Anspannung, Angst, depressiver Symptomatik oder traumatischen Erfahrungen – kann eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll sein.

    Im Rahmen der Psychotherapie geht es darum:

    • die Ursachen und aufrechterhaltenden Faktoren der Schlafstörung zu verstehen
    • belastende Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster zu bearbeiten
    • Stress- und Emotionsregulation zu verbessern
    • den Schlaf wieder als natürlichen Teil eines stimmigen Tagesrhythmus zu etablieren

    Dabei kommen u.a. Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie (z.B. schlafbezogene Kognitionen, Schlafhygiene, Tagesstruktur) und gegebenenfalls traumatherapeutische oder andere spezifische Verfahren zum Einsatz – abhängig von Ihrer individuellen Situation.

    Im Erstgespräch klären wir, ob eine psychische Diagnose vorliegt, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist und welche Schritte für Sie geeignet sind.

  • Schlafcoaching – wenn der Schlaf verbessert werden soll, ohne dass eine Diagnose vorliegt

    Nicht jede Schlafproblematik ist mit einer psychischen Erkrankung verbunden. Manchmal ist der Alltag insgesamt gut zu bewältigen, aber der Schlaf bleibt dennoch unruhig, kurz oder wenig erholsam. In solchen Fällen kann ein Schlafcoaching hilfreich sein.

    Schlafcoaching richtet sich an Menschen, die:

    • ihre Schlafqualität gezielt verbessern möchten
    • ihren Lebensstil und ihre Schlafgewohnheiten überprüfen und optimieren wollen
    • einen stabileren Tag-Nacht-Rhythmus entwickeln möchten
    • lernen wollen, sich abends besser zu entspannen und „runterzufahren“

    Im Schlafcoaching geht es nicht um die Behandlung einer Erkrankung, sondern um praktische, gut umsetzbare Schritte zur Verbesserung des Schlafs. Inhalte können sein:

    • Analyse der aktuellen Schlafgewohnheiten und Rahmenbedingungen
    • Vermittlung von Grundlagen zum Schlaf (Schlafrhythmus, Licht, Bewegung, Ernährung, Medienkonsum)
    • Erarbeitung eines individuellen Abends- und Schlafrituals
    • Umgang mit Grübelgedanken und nächtlichem „Kopfkarussell“
    • stressreduzierende und entspannungsfördernde Strategien

    Das Vorgehen wird gemeinsam abgestimmt – orientiert an Ihren Zielen, Ihrem Alltag und Ihrer Belastbarkeit.

  • Coaching oder Therapie?

    Ob eher Schlafcoaching oder Psychotherapie passend ist, klären wir im gemeinsamen Gespräch. Ein paar Orientierungspunkte:

    • Schlafcoaching
      wenn keine psychische Diagnose vorliegt, Sie im Alltag grundsätzlich gut funktionieren, sich aber eine Verbesserung Ihres Schlafs und Ihrer Erholungsqualität wünschen.
    • Psychotherapie
      wenn Schlafprobleme mit weiteren deutlichen seelischen Beschwerden einhergehen (z.B. ausgeprägte Ängste, depressive Symptome, Traumafolgen, starke Belastungsreaktionen) und eine Behandlung notwendig ist.

    Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam, welche Form der Unterstützung für Sie angemessen ist, und besprechen die nächsten Schritte.

Intensiv-Workshop: Schlafcoaching

Für Menschen ohne psychische Diagnose, die ihren Schlaf ganz gezielt und kompakt verbessern möchten, bieten wir zusätzlich einen Schlafcoaching Intensiv-Workshop an:

  • ein Tag in Würzburg
  • fokussiert auf die Verbesserung der Schlafqualität
  • mit angeleiteten Entspannungs- und Regenerationsphasen

Der Workshop verbindet fundiertes Wissen zu Schlaf und Insomnie mit praktischen Übungen und erholsamen Elementen in ansprechender Umgebung. Ziel ist, dass Sie mit einem klaren, individuellen Plan zur Schlafverbesserung in den Alltag zurückkehren – und mit konkreten Strategien, die Sie direkt anwenden können.

Der Schlafcoaching Intensiv-Workshop wird von der Expertin Dr. Barbara Schwerdtle geleitet.

Bei Interesse senden wir Ihnen gerne nähere Informationen per E-Mail zu.

 

 

 

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